Zu Beginn dieses neuen Jahres möchte ich dir erst einmal alles Gute für das neue Jahr wünschen. Ich hoffe, du bist gut angekommen in 2026 und konntest die ersten Tage nutzen, um in deinem eigenen Rhythmus anzukommen.

Der Jahreswechsel hat für mich eine besondere Qualität. Auch wenn sachlich betrachtet einfach ein neuer Tag beginnt, schließt sich innerlich wie äußerlich ein Kreis. Eine Jahreszahl endet, eine neue beginnt. Und dieser Übergang bringt für mich etwas Spannendes mit sich: Er markiert einen Moment des Neubeginns.

Ich brauche hier keinen lauten Startschuss mit Pauken, Böllern und Raketen im Außen, um mich daran zu erinnern. Für mich ist der Jahreswechsel eher eine stille Einladung, kurz stehen zu bleiben, ehrlich hinzuschauen und bewusst zu wählen, wie ich meinen Weg nun fortsetzen möchte.

Bei mir bleiben, auch wenn es unbequem ist

Der diesjährige Jahreswechsel war für mich besonders. Eigentlich hatte ich dieses Jahr ehrlich gesagt überhaupt keine Lust vor die Tür zu gehen. Ich tat es dann doch etwas widerwillig und wurde bereits auf dem Weg zum Silvesteressen mit Feuerwerk und Böllern konfrontiert, ja sogar regelrecht abgeschossen. Das hat etwas mit mir gemacht. Und auch mit meinem halbblinden Parson-Russell-Terrier Lucy. Wir kamen zwar zum Glück beide unverletzt an, doch wir waren beide innerlich aufgelöst. Unruhig, angespannt und nervlich am Limit.

Früher hätte ich hier vermutlich durchgezogen, gelächelt und weitergemacht. Wäre geblieben, hätte mir eingeredet, dass es schon irgendwie geht. Dass ich den anderen die Stimmung nicht verderben will. Dieses Mal war es anders.

Ich habe gemerkt, dass ich Ruhe brauche und dass Lucy Ruhe braucht. Also bin ich um 22 Uhr nach Hause gegangen. Ich habe die Rollläden heruntergelassen, Musik angemacht, mich ins Bett gelegt und diesen Übergang ganz bewusst für mich gestaltet.

Ich war bei mir. Ich war bei Lucy. Und ich habe diesen Moment genutzt, um mich selbst zu feiern. Fürs Hinspüren, was ich brauche. Fürs konsequente Handeln. Und fürs Bei-mir-Bleiben bzw. konsequente Immer-wieder-bei-mir-ankommen.

Darauf bin ich ehrlich stolz. Es war das erste Mal, dass ich diesen Übergang so klar, bewusst und selbstverständlich gestaltet habe. Und genau das ist für mich Selbstführung.

Grenzen setzen und mit den Reaktionen umgehen

Am Tag danach wurde mir jedoch etwas sehr deutlich. Grenzen setzen endet nicht mit der Entscheidung, die Grenze auszusprechen und danach zu handeln. Herausfordernd wird es erst danach. Wenn wir bei uns bleiben und aushalten, dass Reaktionen kommen, die wir so nicht erwartet haben. Reaktionen, die irritieren, verletzen oder innerlich Druck erzeugen.

Mir wurde gespiegelt, ich solle mehr Rücksicht auf die anderen nehmen. Und ich habe gespürt, wie schnell aus solchen Erwartungen ein Vorwurf wird, sobald ich mich anders verhalte als gewohnt und somit für die anderen unbequem bin.

Früher hätte mich das verunsichert. Ich hätte mich erklärt, es begründet und versucht, es einzuordnen. Ich hätte versucht, mich verständlich zu machen und zu rechtfertigen. Dieses Mal war etwas anders. Ich habe klar gespürt, dass ich keine Verantwortung für die Gefühle anderer übernehmen kann und will. Ich erwarte nicht, dass andere meine Grenzen verstehen, aber ich erwarte, dass sie sie respektieren. Und hier ist mir völlig bewusst, dass der Abend nicht so lief, wie sie es sich vorgestellt hatten, aber ich bin nicht für ihre Stimmung und Gefühle verantwortlich. Sie sind selbst dafür verantwortlich herauszufinden, wo ihre Grenzen liegen und diese dann ebenfalls klar zu kommunizieren. Und dann – und NUR DANN – ist es überhaupt möglich, einen echten Kompromiss zu finden, weil beide klar und aufrichtig miteinander kommunizieren.

Wenn du also auch gelernt hast, dich zusammenzureißen, zu funktionieren und es anderen recht zu machen, nur um nicht anzuecken, dann sag ich dir heute: SCHLUSS DAMIT. Denn obwohl das kurz an mir gerüttelt hat, habe ich wieder einmal verstanden, wie wertvoll es ist bei mir zu bleiben, auch wenn es unbequem wird. Nicht sofort wieder in alte Muster zu rutschen. Nicht reflexhaft Verantwortung zu übernehmen, die mir nicht gehört. Sondern auszuhalten, dass mein Nein stehen bleiben darf.

Das fühlt sich definitiv nicht leicht an. Aber es fühlt sich richtig an. Und für mich gibt es da keine Umwege mehr.

Immer wieder hinspüren… Und dann handeln!!!

Um den Übergang ins neue Jahr bewusster zu zelebrieren, nehmen sich viele Menschen bestimmte Vorsätze für das neue Jahr vor. Sie tauschen sich darüber aus, inspirieren sich im besten Fall vielleicht sogar gegenseitig und dann? Der Wunsch und die Motivation sind da, doch dann kommt irgendwie immer wieder das Leben dazwischen. Kennst du das auch?

Echter Wandel entsteht für mich anders. Er wächst durch Kontinuität. Durch ehrliches Hinschauen. Durch regelmäßiges Nachjustieren. Durch kleine Entscheidungen im Alltag. Und genau da wird es eben oft holprig und unbequem und viele Menschen brechen genau dort ab.

Deshalb arbeite ich in meinem Mentoring anders. Ich begleite nicht nur bis zur Erkenntnis, wie dies in vielen Coaching-Programmen üblich ist. Ich begleite meine Klient:innen in die Umsetzung. Genau dort, wo es unbequem wird. Dort, wo alte Muster greifen. Dort, wo Zweifel auftauchen. Dort, wo Veränderung wirklich stattfindet.

In meinem Gruppenprogramm IDENTITY UNCHAINED bekommst du zunächst Werkzeuge an die Hand, um zu verstehen, was dich ausmacht, was dich besonders macht und worauf du achten darfst. Und dann gehen wir direkt in die Ausrichtung. Es bleibt nicht bei Einsichten. Es geht um konkrete Schritte im echten Leben.

Diese Form der Begleitung habe ich selbst lange vermisst. Und genau deshalb habe ich sie heute selbst geschaffen. Ich habe immer nur zwei Arten von Coachings gefunden: die ewigen Fühl-dich-rein-Kandidaten und die ständige Selbstoptimiererei. Die ersten kommen nicht ins Handeln, weil sich Veränderung eben in der Regel nicht schön, bequem und cool anfühlt. Und die anderen drehen sich selbst im Kreis, weil sie sich vor lauter Optimierung im und fürs Außen irgendwann selbst aus den Augen verlieren.

Und ja: Es ist wichtig, dass du es fühlst. Aber nicht den Status quo, der sich unsicher anfühlt, sondern das, was daraus entstehen kann. Wie fühlt sich der Mensch, der seine Ziele erreicht und ein Berufsleben gestaltet, das ihn erfüllt? Für mich bedeutet Selbstführung unbedingt, regelmäßig innezuhalten, reinzuspüren, ehrlich mit mir selbst zu sein. Aber es bedeutet eben auch Entscheidungen zu treffen, die langfristig tragen und diese dann auch wirklich umzusetzen. Denn sonst sitzt du da, weißt, was eigentlich wichtig wäre, aber wirst es nie erleben, weil der Status quo sich dann doch einfach noch bequemer anfühlt.

Der Jahreswechsel kann ein kraftvoller Impuls sein, um genauer hinzuschauen. Und wenn du Lust hast im neuen Jahr nicht mehr im Erkenntnisgewinn zu bleiben, sondern endlich ins Handeln zu kommen, dann buch jetzt deinen Identitätskompass. IDENTITY UNCHAINED startet am 14. Februar 2026 🥳.

Mein Fazit

Ich nutze den Jahreswechsel als bewussten Übergang. Als Moment des Innehaltens. Als Gelegenheit, hinzuschauen, was ich bereits alles geschafft habe. Und als Raum, um mich neu auszurichten. Und dazu gehört für mich eben auch immer wieder klare Grenzen zu setzen, wenn ich spüre, dass sich etwas nicht stimmig anfühlt und es dann konsequent zu ändern.

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