Wenn Menschen darüber nachdenken, ein eigenes Business aufzubauen, beginnt es fast immer mit einer Idee. Da ist ein Gedanke, der immer wieder hochkommt. Ein Thema, das sie besonders interessiert. Eine Fähigkeit, die sie bisher noch nicht für sich einsetzen. Oder einfach der Wunsch, ihr eigenes Ding zu machen.

Viele intellektuelle Rebellen wollen nicht mehr mit ihren Ideen in starren Strukturen anecken, sondern sie verwirklichen. Und sie wünschen sich mehr Freiheit und Selbstverwirklichung.

Doch ein eigenes Business ist für viele ein großer Schritt. Der Weg dorthin ist oft unklar und von verschiedenen Unsicherheiten geprägt. Genau das kenne ich auch. Fast zehn Jahre bevor ich den Schritt in die Selbstständigkeit gewagt habe, habe ich mich mit dem Thema bereits auseinandergesetzt. Ich hatte bereits verschiedene Businesspläne in der Schublade, doch ich habe mich damals nicht getraut, auch dafür loszugehen.

Warum bin ich damals nicht losgegangen?

Damals habe ich meine Geschäftsidee immer wieder weitergedacht, verändert und angepasst. Ich habe recherchiert, verglichen und geschaut, wie andere es machen. Und obwohl ich mich damit sehr intensiv beschäftigt habe, entstand daraus kein klarer nächster Schritt. Es blieb beim Traum, der aber nicht zur Realität wurde.

Verschiedene Gründe hielten mich davon ab loszugehen:

  1. Selbstzweifel & Impostersyndrom: Gedanken wie „Ich bin noch nicht so weit.“, „Ich muss erst noch…“, „Das darf ich nicht.“, „Wer bin ich denn, dass ich…“, „Ich bin doch noch keine Expertin darin.“, „Ich bin doch noch nicht angekommen/selbst noch auf dem Weg.“ hielten mich davon ab, loszugehen. Viele intellektuelle Rebellen lassen sich von Selbstzweifeln ausbremsen oder kämpfen mit dem Impostersyndrom. Das Impostersyndrom beschreibt ein psychologisches Muster, bei dem Menschen trotz nachweisbarer Erfolge überzeugt sind, dass sie ihre Leistungen nicht wirklich verdient haben. Sie fühlen sich wie Hochstapler und haben ständig Angst, „entlarvt“ zu werden.
  2. Zweifel an der Geschäftsidee: Direkt gingen mir diese Sätze durch den Kopf: „Damit kann man doch kein Geld verdienen.“, „Wer zahlt denn dafür?“, „Das ist zu wenig ausgereift.“, „Das kann so nicht funktionieren.“. Diese Zweifel hängen häufig eng mit den Selbstzweifeln zusammen. Denn wenn wir uns selbst nicht zutrauen, dafür loszugehen, finden wir bestimmt Gründe, warum die Idee nicht funktioniert. Spannend war, dass ich manche dieser Ideen später irgendwo verwirklicht gesehen habe und dann dachte: „Mist, der oder die hat einen Weg gefunden, damit Geld zu verdienen.“

Warum bin ich dann irgendwann doch losgegangen?

Zuerst einmal war da mein Boreout, das mir deutlich gezeigt hat: So geht’s nicht mehr weiter! Zeitgleich wusste ich, dass ich keine Lust auf einen erneuten Bewerbungsmarathon hatte. Also blieb für mich nur der logische Schritt in die Selbstständigkeit. Die Entscheidung dafür war schnell gefallen, aber das WIE war völlig unklar.

Dann sah ich die vielen verheißungsvollen Angebote von Businessmentorinnen in den sozialen Medien:

„In drei Monaten fünfstellig“

„Regelmäßiges passives Einkommen“

„Arbeiten, wann und wo du willst“

Ganz ehrlich: Es reizte mich. Nicht die großen Zahlen dahinter, die sich unwirklich anfühlten. Aber die Sehnsucht nach Freiheit und Selbstverwirklichung, die dadurch in mir geweckt wurde. Wenn andere das schaffen, könnte es doch auch für mich möglich sein, oder?

Doch das alleine ließ mich noch nicht losgehen. Denn ich wusste: Um mir diese Freiheit zu ermöglichen, brauche ich ein sicheres Fundament – und zwar im Außen und im Inneren.

Also arbeitete ich parallel zu meiner damaligen Coaching-Ausbildung an meinem inneren Fundament: Was trägt mich? Was macht mich aus? Wo liegen meine Stärken? Wo halten mich Blockaden vom Weiterkommen ab? Was will ich in die Welt bringen?

In meiner Reha brachte ich die diversen Erkenntnisse aus den vorangegangenen Jahren zusammen. Dort kam mir ein Gedanke, der mich schon in meinem Masterstudium immer wieder verfolgt hatte: „Wir befassen uns in der Markenentwicklung häufig nur damit, wie besonders unser Produkt ist, und vergessen dabei völlig, was uns als Unternehmer ausmacht.“ Aus diesem Gedanken heraus erstellte ich mein Identitätssteuerrad®, das Tool, mit dem ich heute die einzigartige Unternehmer-Identität meiner Klient:innen entfessle. Mit dem Identitätssteuerrad® entwickeln meine Klient:innen dabei auch ihr einzigartiges Identitätslogo, das sie auch für ihr Business nutzen können.

Zeitgleich schaute ich mir detailliert mein finanzielles Fundament an: Wie sieht meine Einnahmen- und Ausgabensituation aus? Wo kann ich sparen? Wo kann ich auf keinen Fall sparen? Welche Absicherungen sind notwendig? Welche zusätzlichen Absicherungen brauche ich in der Selbstständigkeit? Was ändert sich durch die neue Situation hinsichtlich meiner Sozialversicherungen (Kranken-, Renten-/Arbeitslosigkeitsversicherung)?

Nach 16 Jahren Erfahrung in Banking & Finance fiel mir der zweite Schritt sehr leicht. Und trotzdem holte ich mir jemanden an die Hand, der das mit mir anschaute. Der prüfte, ob ich an alles gedacht habe und mir auch helfen konnte, die passenden Produkte zu finden. Es zeigte mir, dass ein Blick von Außen hier besonders hilfreich ist, da wir dazu neigen blinde Flecken zu übersehen (übrigens im Außen genauso wie im Inneren).

Dadurch hatte ich eine gute Grundlage für mein Business, konnte meinen Businessplan erstellen und mich ganz der Entwicklung meiner Positionierung, der Zielgruppe, des Angebots und der Marketingstrategie widmen. Und auch wenn ich das in den vergangenen Jahren immer weiter verfeinert habe, hatte ich damals eine Basis, die mir Sicherheit gab und auf der ich mich getraut habe loszugehen. Und übrigens: Auch heute stellt das meine Grundlage dar, aufgrund derer ich Business-Entscheidungen treffe.

Braucht das der Markt?

In meinem Businessmentoring, das ich für die konkrete Umsetzung gebucht hatte, merkte ich schnell, dass die Blueprint-Vorlagen nicht für mich gemacht waren. Die Infos und die Psychologie dahinter fand ich interessant, doch ich wusste, dass ich das auf meine Weise umsetzen muss, um mir treu zu bleiben und mich nicht zu überfordern. Gleichzeitig sah ich, dass viele, die gemeinsam mit mir losgegangen waren und jeden Schritt exakt wie vorgeschrieben umsetzten, sich dabei selbst verloren. Viele meldeten sich bei mir und fragten, wie ich es mache. Ich führte zahlreiche Gespräche und bemerkte: Das braucht der Markt! Nicht dieses Schneller, Höher, Weiter, sondern, wie baue ich ein Fundament für ein tragfähiges Business und gehe auf dieser Basis los.

Auch wenn mein eigener Imposter mir anfangs noch im Weg stand, mich selbst als Business- und Finanzmentorin zu bezeichnen, und damit wirklich rauszugehen – du weißt schon: „Ich bin doch selbst noch auf dem Weg.“, „Ich kann das doch nicht.“, „Wer bin ich denn, dass ich…“ – begleite ich heute intellektuelle Rebellen dabei, ihre Geschäftsideen nicht einfach nur zu entwickeln, sondern sie aus ihrer einzigartigen Unternehmer-Identität heraus und auf Basis eines soliden finanziellen Fundaments in ein tragfähiges Business zu übersetzen.

In IDENTITY UNCHAINED entwickeln wir dies in drei Schritten:

  1. Für eine erfolgreiche Gründung ist es zudem notwendig zu wissen, was DICH – nicht die Idee – auszeichnet. Was macht dich einzigartig? Welche Fähigkeiten und Erfahrungen bringst du mit? Aber auch: Welche Werte tragen dich? Welche Bedürfnisse hast du? Das ist das Wissen über die einzigartige Unternehmer-Identität. Mit meinem Identitätssteuerrad® setze ich genau hier an. Dabei entsteht auch das Identitätslogo – als Anker im Alltag – ein visuelles Symbol, das zeigt, wer du bist, was dich einzigartig macht und das du auch für dein eigenes Business nutzen kannst
  2. Wenn die Ausgangssituation geklärt ist, können wir uns die Idee genauer anschauen. Ist die Idee marktfähig? Was braucht es, um sie zu verwirklichen? Welche Zielgruppe sprechen wir damit an? Wird Fremdkapital benötigt? Gemeinsam erstellen wir deinen persönlichen Businessplan als Brücke zwischen deiner Unternehmer-Identität und einem tragfähigen Businessmodell. Der Businessplan wird dabei zu unserem Strategietool, von dem wir die individuell passenden Strukturen ableiten und in die konkrete Umsetzung gehen.

Mein Fazit

Ein Business entsteht nicht allein durch eine gute Idee. Es entsteht dann, wenn du weißt, wofür und von wo aus du startest und wie du daraus etwas aufbaust, das dich langfristig trägt. Denn genau dort liegt der Unterschied zwischen einer Idee, über die du noch nachdenkst, und einer Idee, die du verwirklichst.

Wenn du also gerade an dem Punkt stehst, an dem du deine Geschäftsidee verwirklichen willst, mach dir zunächst Gedanken über deine Ausgangssituation:

  • Wo stehst du gerade wirklich?
  • Welche Möglichkeiten hast du aktuell?
  • Und welche Rahmenbedingungen bestimmen deine Entscheidungen?

Wenn du dich in diesen Zeilen wiederfindest, lies gerne auch hier weiter:


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